Marketing während COVID-19



4 Grundlegende Richtlinien für das Verfassen von Texten

Der COVID-19-Ausbruch hat alle Aspekte unseres Lebens beeinflusst, einschließlich des Marketings. Selbst wenn Ihr Unternehmen nicht gesundheitsbezogen ist, integrieren Sie die Pandemie höchstwahrscheinlich in Ihre Inhalte und Nachrichten. Einige Unternehmen versuchen auch genau herauszufinden, wie sie weiterhin relevant bleiben können, während dieser beispiellosen Zeit. Doch gerade jetzt sollte Content angemessen sein. Wir haben einen kleinen Leitfaden verfasst, der Ihnen dabei helfen soll:

COVID-19 hat nicht nur die Geschäftstrends, sondern auch die Verbraucherprioritäten und die gesamte Marketinglandschaft verändert. Wir möchten Ihnen dabei helfen, Ihre Nachrichten entsprechend anzupassen, damit Sie weiterhin zielgerichtet und qualitativ hochwertig mit Ihrem Publikum kommunizieren und mit Ihren Kunden stark bleiben können. Beginnen wir mit dem wichtigsten.

Bleiben Sie sensibel
COVID-19 hat Endverbraucher auf persönlicher Ebene weltweit beeinflusst, sodass das Risiko, versehentlich als unsensibel oder sogar ausbeuterisch zu gelten, derzeit höher ist als je zuvor. Und wenn die Kommunikation in den sozialen Medien auf dem Höhepunkt ist, kann ein kleiner Fehler weitreichende und langfristige Konsequenzen für Sie haben. Befolgen Sie diese Richtlinien, um sicherzustellen, dass Sie während dieser Zeit angemessen kommunizieren.

Lieber etwas ernster bleiben

Während es für einige Marken normalerweise üblich und effektiv ist, einen lockeren Gesprächston beizubehalten, ist es am besten, Humor oder Witz zu vermeiden, um jetzt seine Ziele zu erreichen. Selbst zu lässig zu sein kann abstoßend wirken. Einige Unternehmen haben sogar ihre sonst so farblichen Inhalte auf die jetzige Situation abgestimmt. Wir empfehlen, einen positiven, inspirierenden und hilfreichen Ton beizubehalten. Vermeiden Sie es, humorvoll, witzig oder lässig zu wirken. Ernsthafter zu sein bedeutet nicht, düster zu sein. Sie können immer noch die gute Seite betonen; Kennen Sie den Unterschied zwischen Positivität und Humor? Bleiben Sie positiv und besinnlich stimmend!

Nehmen Sie eine neutrale oder unterstützende Haltung ein. Wenn Ihr Unternehmen noch aktiv und relevant ist, achten Sie auf Ihre Positionierung. Zu den COVID-19-Maßnahmen der Bundesregierung gehört beispielsweise eine starke Zinssenkung sowie die Senkung der Mehrwertsteuer. Für Hypothekenmakler: "Nutzen Sie jetzt den niedrigen Zinssatz!" vermittelt eine unangemessen aufregende Botschaft. Auf der anderen Seite bietet „Lassen Sie sich von uns bei der Bewältigung der instabilen Wirtschaft unterstützen“ Sicherheit und respektiert den Ernst der Lage.

In ähnlicher Weise sollten Marketing- und Werbeagenturen, Unternehmen nicht dabei helfen, aus der aktuellen Lage "Kapital zu schlagen", sondern jetzt so sichtbar / zugänglich wie möglich zu sein.

Verwenden Sie Wörter wie z. B.:
beitragen, verbinden, eine Rolle spielen, navigieren, bewältigen, antworten

Auf diese Wörter sollten Sie verzichten:
Kapitalisieren, Kapital, Vorteil, Angebot, Gewinn, profitieren

Seien Sie vorsichtig mit:
Gelegenheit (z. B. Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit!), das Beste daraus machen

Ihr Motiv sollte nicht darin bestehen, mehr Geschäfte zu machen, sondern Ihrem Publikum weiterhin einen Mehrwert zu bieten. Aufdringlichkeit ist zurzeit fehl am Platz.

Verwenden Sie glaubwürdige COVID-19-Quellen

Wenn Sie Ihre Community auf dem Laufenden halten möchten oder Ihr Unternehmen von den Lock-Down betroffen ist, sollten Sie unbedingt auf glaubwürdige Quellen zurückgreifen.
Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse und machen Sie nicht den Fehler Ihre Freude voreilig zu posten. Beispiel:
Im November 2020 gab der Bayrische Verwaltungsgerichtshof allen Fitnessstudio-Betreibern neue Hoffnung – doch der Freistaat reagierte schneller als erwartet und verbot weiterhin den Indoor-Sport komplett.

Zwischen der großen Hoffnung und dem erneuten Verbot lagen nur mehrere Stunden. Auch wenn Ihre beabsichtigte Nachricht lauten sollte "Yeah! Wir freuen uns so sehr! Wir sind wieder für euch da!". Wenn Ihre Informationen jedoch ungenau oder zu voreilig sind, ist dies nicht die Nachricht, die durchkommt. Im besten Fall heißt es "Ich bin nachlässig" und im schlimmsten Fall "Mir kann man nicht vertrauen". Warten Sie lieber ein bis zwei Tage ab, damit Ihre Community nicht genauso enttäuscht ist wie Sie selbst.

Überall gibt es ungenaue Informationen zum Corona Virus. Stellen Sie daher sicher, dass Sie Ihre Fakten beim Verfassen von Texten klarstellen - insbesondere bei Untertiteln oder Anzeigen in sozialen Medien, die geteilt werden können. Greifen Sie auf sichere Quellen zurück. Auch wenn Ihr Publikum weiß was Sie gemeint haben, sollten Sie auf Nummer sichergehen. Außerdem sollte COVID-19 kein Trendthema sein.

Bleiben Sie optimistisch, aber versprechen Sie nicht zu viel

Es ist wichtig, durch Ihre Texte Hoffnung und Vorausdenken zu wecken. Denken Sie jedoch daran, dass dies eine beispiellose Situation ist. Selbst Expertenvorhersagen haben eine fragwürdige Genauigkeit. Alles, was Sie Ihrer Community versprechen können ist, dass Sie sich weiterhin dafür einsetzen, mit der Situation umzugehen und es so gut wie möglich zu bedienen.


Ändern Sie Ihre Texte zu Ihren Angeboten

Google hat Werbung für reisebezogene Dienste verboten, aber es gibt immer noch viele Unternehmen, die relevante Dienste während COVID-19 bewerben können und sollten. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Texte so ändern, dass Handlungsaufforderungen angemessen bleiben. Halten Sie Ihre Nachrichten so vielseitig wie möglich, damit Sie diese nicht ständig aktualisieren müssen. Beispiele:

Aussagen oder Buttons mit "Jetzt anrufen" oder "Jetzt buchen" sind in Ordnung. Aufregungs- oder knappheitsbedingte Aussagen wie "Verpassen Sie es nicht!" oder "Jetzt zugreifen, bevor es zu spät ist!" wird derzeit keine Resonanz bei Verbrauchern oder Unternehmen finden. Diese Tonart führt eher dazu, dass Sie als ahnungslos oder unwissend abschneiden, denn nichts ist so dringend wie COVID-19.

Relevanz anpassen
Überprüfen Sie Ihre Werbebotschaften und stellen Sie sicher, dass diese mit den Sicherheitsmaßnahmen von COVID-19, Änderungen des Lebensstils und Suchtrends übereinstimmen. Verwenden Sie Wörter, um die Sicherheit Ihres Publikums zu erhöhen, z. B. kontaktlos, virtuell, remote, zu Hause, herunterladbar, Zustellung, online.

Auf dem richtigen Weg bleiben
Wenn Sie sich mit all den Änderungen, die Sie an Ihrem Content vornehmen müssen, überfordert fühlen, denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind. Jeder muss jetzt Anpassungen vornehmen und sich auf neue Rhythmen einstellen. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen sollen.

Priorisieren
Sie werden (und sollten) die oben genannten Änderungen nicht an Ihrem gesamten Content vornehmen. Beginnen Sie mit den am häufigsten gehandelten Inhalten und neuen Inhalten.

Verfolgen Sie Ihre Änderungen
Erstellen Sie eine Tabelle mit den Änderungen, die Sie vornehmen, damit Sie verfolgen können, was geändert werden muss, wenn sich die Dinge wieder beruhigen.

Löschen Sie nichts
Speichern Sie Ihre guten Ideen und leistungsstarken Kampagnen, um sie in Zukunft wiedereinzusetzen, wenn sie effektiver sind. Eines Tages werden sich die Dinge wieder normalisieren. Eine neue Normalität, aber dennoch eine Normalität.

Behalten Sie Ihre Marketing Kommunikationsstrategie während COVID-19 bei

Das Anpassen Ihrer Anzeigen und Strategien in der sich ständig ändernden COVID-19-Situation ist schwierig. Obwohl sich Ihre Nachrichten und Angebote ändern können, sollten Ihre Standards für das Verfassen von Texten dieselben sein. Letztendlich liefern Sie immer noch Informationen, schaffen Mehrwert und vermitteln Ihrem Publikum, dass Sie mit seinen Bedürfnissen im Einklang sind.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel ein paar hilfreiche Anregungen geben konnten. Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, oder Hilfe bei der Umsetzung benötigen, sind wir gerne für Sie da.